VERKEHRSSICHERUNGSARBEITEN AN RADWEG IM NATURSCHUTZGEBIET „ROTHENBERG BEI BURGUFFELN“

Obere Naturschutzbehörde weist auf Einschränkungen hin

 

Im Naturschutz- und FFH-Gebiet „Rothenberg bei Burguffeln“ (Stadt Grebenstein, Landkreis Kassel) finden aktuell Verkehrssicherungsarbeiten entlang des hindurchführenden Radwegs von Immenhausen nach Burguffeln statt. Unter Aufsicht von Hessen Forst werden Bäume und eine Weide im sog. „Pappelwäldchen“ entnommen. Es kann während der Arbeiten zu Behinderungen kommen, teilt die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums (RP) Kassel mit.

 

Die sog. „Hybrid-Pappeln“ (Kreuzung aus zwei unterschiedlichen Pappelarten) im Pappelwäldchen sind aufgrund ihres Alters sowie Mistel- und Pilzbefalls stark geschädigt. Herabfallende Äste und umfallende Bäume können Fuß- und Radfahrer gefährden. Um Nutzerinnen und Nutzer des Radwegs zu schützen, werden vom Radweg ausgehend auf einer Breite von 40 Metern (eine Baumlänge) die Pappeln sowie eine Weide entnommen. 

 

Diese Maßnahme hat neben dem Verkehrssicherungsaspekt voraussichtlich positive Effekte auf die örtliche Vogelpopulation. Schutzzweck des Gebietes ist u.a. der Erhalt und die Entwicklung von Lebensraum und Nahrungsquellen bestandsgefährdeter Vogelarten. Dabei handelt es sich in diesem Fall um Vogelarten des Offenlandes. Hohe Bäume dienen Greifvögeln als Ansitzwarten, von denen sie ihre gezielten Jagdanflüge auf potenzielle Beutetiere starten. Um dieser Gefahr zu entgehen, meiden Vögel des Offenlandes in der Regel Bäume und andere Vertikalstrukturen im unmittelbaren Einwirkungsbereich. 

Um den Eingriff möglichst verträglich zu gestalten, wird die Hälfte des Pappelbestandes zunächst erhalten bleiben. Der naturschutzfachliche Wert von Hybridpappeln ist allerdings abgesehen vom Höhlen- und Nistangebot äußerst gering. Nicht heimische Baumarten wie die Hybridpappeln weisen im Vergleich zu standortgerechten, heimischen Baumarten häufig eine deutlich geringere Bedeutung für heimische Insekten auf, insbesondere hinsichtlich des Nahrungsangebots für spezialisierte Insektenarten.

 

Bei dieser Gelegenheit weist die Obere Naturschutzbehörde darauf hin, dass in Naturschutzgebieten wie dem Rothenberg zum Schutz der dortigen Tiere Hunde grundsätzlich an der Leine zu führen sind. Außerdem ist das Betreten des Gebietes nur auf den befestigten Wegen gestattet. Die Obere Naturschutzbehörde bittet alle Passantinnen und Passanten, diese Maßgaben zum Schutz des Gebietes zu berücksichtigen.

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Grebenstein

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